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Rockebella II

Kategorie: Fotos

Einbeins Morgen

Einbeins Morgen

Augen auf. Sonnenmorgen. Lüfterauschen. Vogelkrächz.
Wärme. An meinem Fuß?

Nein, nicht schon wieder eine Feldmaus. “Dank” dieser kleinen Quälgeister verliere ich an Form. Herauf gekrabbelt, Halm nach Halm. Gezupft und wieder, husch husch, fort.
Wenn ich könnte würd’ ich stampfen, würd’ ich grollen.

Doch da kommt meine Rettung. Lärm, schneidendes Getöse. Der Mähdrescher! Ich habe keine Sorge, denn er lässt mich stehen.

Stupser. Blick nach unten. Oh, doch keine Maus. Nur ein Kitz mit Angst in den Augen.

Ich schaue auf. Schüttle mich und strecke mich. Eine leichte Brise, meinen Hut zurechtgerückt, fühle ich mich verwegen.

Jetzt habe ich noch eine Aufgabe.

Ich pass auf das Kleine auf.

 

Kategorie: Geschichten

Du

Du

Ein Hunger

der an mir zehrt

Ein Sehnen

das mich ganz erfüllt

Ein Anblick

der mich lächeln macht

Eine Umarmung

die mich beben lässt

Eine Angst

die mich quält

Eine Hoffnung

die niemals stirbt

Ein Wunsch

der auf Erfüllung harrt

Ein Traum

der schon immer war…

Du

 

Kategorie: Gedichte
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Rockebella

Kategorie: Fotos

Die Geschichte eines Diebes – Soundtrack

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Nach langer Zeit habe ich mich mal wieder an Magix Music Maker versucht und ein wenig herumgespielt. Das ist das Ergebnis.

Kategorie: Gespieltes

Blockiert?

Schreibblockade ist was Arges man ächzt und heult und stöhnt und fühlt sich nur verhöhnt vom Blatt Papier oder PC das tut dann richtig weh…   Wenigstens das ist mir in den Sinn gekommen, ein garstiger Schüttelreim. Sicherlich für viele … weiterlesen

Kategorie: Episoden einer Traumsucherin

Wie Bobangadyra Hunhuurtuu zu ihrem Namen kam

Wie Bobangadyra Hunhuurtuu zu ihrem Namen kam

Sie wuchs auf unter der Sonne Mulgores, unter den Bäumen Feralas und in den unwirtlichen Wadis Desolaces.
Ihre Eltern hielt es nie lange an einem Ort, sahen sie doch ihre Berufung darin ihr druidisches Wissen über Heil- und Pflanzenkunde jedem in Kalimdor zugute kommen zu lassen, ungeachtet aller Gefahren. Überall wo sie ihre Zelte aufschlugen, errichteten sie einen kleinen Kräutergarten, behandelten Kranke und Sieche, sammelten fremde Pflanzen und erforschten die Mysterien der Erdenmutter…
Auf längeren Wegstrecken noch in der Kälberkiepe auf dem Rücken ihrer Mutter, bekam die kleine Shu’halo davon nur wenig mit. Doch schlummerte auch in ihr bereits die Heilerin. So meinten es jedenfalls ihre Eltern zu sehen.
Sie nannten sie Bobangadyra “Lied der wogenden Steppe”, denn ihre Stimme war voll und kräftig und sie hatte eine ihr eigene fremdartige Art zu singen, weit tragend, wie ein Summen oder Flöten, doch tief aus ihrer Kehle kommend.
So gedachten die Eltern Bobangadyra ganz in ihrer Tradition zu erziehen und aus ihr eine dem Gleichgewicht der Kräfte zugetane Heilerin zu machen.

So zogen sie durch die Lande und alles war gut. Bis auf die immer wiederkehrenden Alpträume der kleinen Bobangadyra … von galoppierenden Hufen, großen dunklen vierbeinigen Leibern auf grauem Grund, von Geschrei und… Blut. Seitdem sie sich Desolace näherten, plagten diese sie fast jede Nacht und auch tagsüber blieb die kleine Tauren nicht von jenem Traumgesicht verschont.
Da sie öfters solche Traumgesichte hatte, ihre Eltern sahen darin eine weitere Gabe der Erdenmutter, diese sich aber nicht immer als zutreffend erwiesen, versuchten sie Bobangadyra zu beruhigen. Nicht alle schlimmen Träume müssen wahr werden, die Erdenmutter würde Ihre schützende Hand schon über sie halten.

Doch eines Tages dann….
Sie hatten die Grenze zu Desolace erst seit einer Weile überschritten und sie wanderten in Richtung des Geistwandlerpostens, als sie laute Rufe und Getöse von unzähligen Hufen vernahmen: Kolkar!
Fortlaufen schien zwecklos, waren die Zentauren doch bei weitem schneller als die kleine Taurenfamilie mit dem ganzen Gepäck. Die Eltern verteidigten sich tapfer, doch schließlich unterlagen sie der Übermacht. Als die Mutter fiel, purzelte Bobangadyra aus der Kiepe, rollte ein Stück weit, raffte sich dann aber auf und lief schreiend zu ihrer Mutter. So klein sie war, wollte sie ihr dennoch helfen. Ein Zänker der Kolkar sah sie, stellte sich ihr in den Weg und trat sie mit voller Wucht. Bobangadyra sackte in sich zusammen und blieb wie tot liegen. Die Kolkar, sich sicher wähnend die ganze Familie getötet zu haben, zogen marodierend weiter.

Grau…. sandig grau… und trocken…. schrilles Gekreische von oben weckte die Kleine Tauren, und sie spürte, dass sie sich fortbewegte ohne auch nur einen Muskel zu rühren.
Was passierte mit ihr? Langsam versuchte sie den Kopf zu heben, doch alles schmerzte und so ließ sie sich wieder zurück sinken.
Später… wieviel später vermochte Bobangadyra nicht zu sagen, wurde sie abermals wach, und fand sich in einer kleinen Hütte wieder. Sie hörte leises kieksiges Gemurmel und etwas weiter entfernt, tiefes Schnaufen. Das Schnaufen erinnerte sie an die massigen umherstreifenden Kodos, die sie mal mit großen erstaunten Augen bei einer Rast beobachtet hatte, aber die keckernden heiseren Stimmen konnte sie nicht zuordnen. Und schon gar nicht verstehen.
Sie hatte nicht mehr solche Schmerzen, tastete nach ihrem Kopf und fühlte einen Verband. Vorsichtig versuchte sie sich aufzusetzen und fand sich Aug in Auge mit dem Ursprung der Stimmen. Kleine grüne spitzohrige Wesen waren mit ihr in der Hütte, drei an der Zahl und starrten sie an!
Und dann fingen sie an zu brabbeln, schnell und unverständlich, umringten sie und betasteten ihren Kopf, dann ihre Arme und Beine, nickten und grinsten. Klopften ihr schließlich auf die Schulter und sprachen, wenn auch in gebrochenem Akzent, zum ersten Mal etwas das die kleine Shu’halo verstehen konnte:
“Tachchen, junge Hornträgerin, hast großes Glück gehabt, dass Bromine, Klein-Mimbs und meine Wenigkeit zur rechten Zeit am rechten Ort waren. Ich bin Nickel.”

Wie sich herausstellte war sie von der Goblinfamilie Queckflick, bestehend aus Vater Nickel, Mutter Bromine und Tochter Klein-Mimbs im grauen Staub eines Wadis aufgefunden worden. Die drei waren gerade mit Sack und Pack und einem eigenen Kodo in einer Karawane nach Desolace gekommen, um sich dort niederzulassen. Hier in Desolace war Platz genug für Nickel, ein begnadeter und aufstrebender Ingenieur, der sich mit seinen Erfindungen und seiner neugierigen Umtriebigkeit auf dem Gebiet der
E. M.-C. E. U. L. D. (experimentell mechanisch-chemischen Entfernung unliebsamer lästiger Dinge) einen Namen gemacht hatte….
… nicht immer einen mit Hochachtung ausgesprochenen Namen. Doch dank eines Freundes aus der schimmernden Ebene, hatten sie einen Platz in der Karawane bekommen und so war es ihm und seiner Familie möglich hier neu anzufangen.

Und diese Tatsache sollte auch für Bobangadyra ein Neuanfang bedeuten. Aus unerfindlichen Gründen, die nur die Erdenmutter kennt, nahmen die Queckflicks sich Bobangadyras an und kümmerten sich fortan um sie. Auch wenn vermutlich im Geistwandlerposten jemand vom Tauren-Volke sein mochte, schlugen sie abseits von dort, aber in Sichtweite von Kormeks Hütte ihr Lager auf.
Den schrecklichen Verlust ihrer Eltern stets vor Augen und im Herzen, boten ihr die Queckflicks Ablenkung und ganz neue Perspektiven. Ihre Kopfverletzung heilte schnell und gut, was nicht zuletzt an ihrer Verbundenheit mit der Erdenmutter lag.
Insbesondere Klein-Mimbs wurde eine gute Freundin, nachdem sie böse von einem Schreckenssturzflieger verletzt worden war und Bobangadyra allein durch eine kleine Berührung begleitet von einem Summen ihr den Schmerz nahm.
Nickel arbeitete Tag und Nacht an seinen Geräten, mechanischen Teilen und mischte übel riechende Substanzen zusammen. Bobangadyra sah ihm oft dabei zu, traute sich aber meist nicht in die Nähe, denn nicht selten flogen plötzlich Dinge durch die Luft. Sie beobachtete Nickel und Nickel beobachtete sie. Eines Tages dann reichte er ihr einige Kupferbolzen und einen Modulator aus ebensolchen Material. “Hier, nimm und versuch mal die Bolzen mit dem Modulator zu verbinden.” Er grinste und tätschelte ihren Unterarm…. denn auch wenn sich Bobangadyra angewöhnt hatte gebückt zu gehen, damit der Unterschied zwischen ihr und ihrer neuen Familie nicht allzu offensichtlich erschien, so überragte sie doch die Goblins schon ein gutes Stück.
Sie nahm das Gereichte entgegen und hockte sich hin, um mit der Arbeit zu beginnen. Sie strengte sich an, wollte einen guten Eindruck machen. Noch waren ihre Hände ungeschickt und unwillkürlich schob sie vor lauter Konzentration die Unterlippe vor.
Nickel stand vor ihr mit verschränkten Armen. Bobangadyra konnte nicht sehen dass auch Klein-Mimbs und Bromine dazugekommen waren. Alle drei nun beobachteten sie, zwinkerten einander zu und bedachten die Bemühungen der kleinen Taurin mit schmunzelnder Nachsicht.
Bobangadyra drehte und drückte, drehte und drückte, Schweiß begann ihr von der Stirn zu perlen und kleine Laute der Anstrengung entschlüpften ihrem Mund. Mit einem erst gepressten “Hnhrr” dann erleichtert ausgeatmeten “tuu” gelang ihr endlich, was Nickel ihr aufgetragen hatte.
Klein-Mimbs klatschte in die Hände und Bromines Schmunzeln war mittlerweile so breit wie der Hintern eines Kodos. Nickel trat auf Bobangadyra zu, fasste sie geradezu feierlich, mit ernster Miene, an den Händen, drehte diese langsam so, dass die Handinnenflächen nach oben zeigten und sprach: “Ich hätt’s ja fast nicht für möglich gehalten, aber aus dir können wir eine vortreffliche Ingenieurin machen!” Ein kurzer Blick über die Schulter zu den anderen beiden, einvernehmliches Nicken und Grinsen und er fuhr fort:
“Und nun haben wir auch einen ebenso vortrefflichen Namen für Dich: Hunhuurtuu!”

 

Bemerkung:

Der Beginn einer kleinen Sammlung von Charakterstorys. Sei es dass ich sie fürs Liverollenspiel erdacht habe oder für ein anderes bekanntes Online Rollenspiel, wodurch es dann in die Kategorie Fan-Fiction fallen würde ;) Mal sehen, ob noch mehr draus wird

Kategorie: Geschichten

Erster Kuss

Erster Kuss

Dornenzerkratzt, bis auf die Knochen erschöpft, kaum noch Kraft einen Fuß vor den anderen zu setzen, schleppte sich der Prinz in die Kemenate der Königin…. Der Königin! Niemand hatte es bisher geschafft, niemand der versucht hatte sie zu erreichen, sie anzusehen, gar zu berühren, war je heil zurückgekommen. Welch Todesmut trieb ihn nur dazu?

Noch einen Herzschlag von ihr entfernt, verwirrt, betäubt von ihrer Schönheit, schloss er seine Augen. Ihre scharfbekrallten Hände seinem Herzen näher kommend, ihren verschlingenden Mund, sah er nicht. Erahnte sie nur, unfähig sich zu rühren, konnte er nur geschehen lassen. War dies sein Ende?

Ein Stupsen, eine sanfte Hand auf seiner Wange.

Zögerlich öffnete er seine Augen, sah in ein lächelndes, erstaunt wirkendes Gesicht. „Was schaust Du mich denn so an? Als wär’ ich ein Monster.“

Keine Krallen, kein Verschlingen.

Nur der Geschmack prickelnder Süße auf seinen Lippen, die sich langsam in ihm ausbreitete.

 

Bemerkung:

Im Rahmen eines Flash-Fiction Schreibwettbewerbs entstanden. (Erklärung Flash-Fiction siehe Wikipedia )

Kategorie: Geschichten

Hoffnung oder von Bäumen und Höhlen

Hoffnung oder von Bäumen und Höhlen

Es waren einmal ein Eichhörnchen und ein Maulwurf.
Die hatten sich von Herzen gern und respektierten ihre Unterschiede.
Das Eichhörnchen sprang gern von Baum zu Baum, der Maulwurf krabbelte gern von Höhle zu Höhle.
Wenn sie sich sehen wollten, trafen sie sich auf der schönen großen grünen Wiese. Sie spielten dort. Sie küssten und liebkosten sich. Hinter Erdhügeln oder Büschen, je nach Laune.
Manchmal besuchte das Eichhörnchen auch den Maulwurf in seinem Bau. Da hatte das Eichhörnchen immer furchtbare Beklemmungen. Doch der Maulwurf versuchte dem Eichhörnchen die Angst zu nehmen und sprach beruhigend auf es ein.
Er sprach von dem Geruch der Erde und wie viele schöne Gänge er hatte. Und über das Erzählen ging es dem Eichhörnchen schon viel besser. Meistens jedenfalls.
An anderen Tagen besuchte der Maulwurf wiederum das Eichhörnchen in seinen Bäumen. Der Maulwurf ist sehr schwerfällig und kann einen Baum alleine nicht hoch klettern, doch das Eichhörnchen half dem Maulwurf. Es band ihm ein Seil um den Bauch, um ihn daran hochzuziehen.
Dies erstaunte einen Raben, der auf dem Nachbarbaum saß ganz gehörig. Da er aber ein alter und weiser Rabe war, lächelte er nur und winkte dem Maulwurf ermutigend zu.
So lernte der Maulwurf die Wohnstatt des Eichhörnchens kennen.
Und wenn der Maulwurf auf dem Weg nach oben Höhenangst bekam, versuchte das Eichhörnchen ihm die Angst zu nehmen und sprach beruhigend auf ihn ein.
Es sprach von den Düften der Lüfte, von den schönen grünen Blättern und den leckeren Nüssen. Und über das Erzählen ging es dem Maulwurf schon viel besser. Meistens jedenfalls.
So besehen lief alles ganz prima mit den beiden.
Aber dann passierte etwas oder vielleicht passierte es so nach und nach und gar nicht plötzlich, und alles sah ganz anders aus.
Und das geschah so:

Das Eichhörnchen besuchte den Maulwurf immer öfter in seiner Höhle, denn es hatte häufig in der Gegend zu tun. Nüsse sammeln und so.
Der Maulwurf freute sich darüber, denn das kam seiner bequemen und höhenängstlichen Natur entgegen.
Das Eichhörnchen wiederum kannte sich nun schon ziemlich gut in den dunklen Höhlen und Gängen aus. Es hatte zwar immer noch Beklemmungen, aber es versuchte alleine damit klar zu kommen und stellte sich vor, dass die Gänge hell wie der Himmel seien und dass überall grüne Blätter raschelten.
Mit diesen Vorstellungen kam das Eichhörnchen dann bei der Wohnhöhle des Maulwurfs an. Der Maulwurf hatte dem Eichhörnchen nicht geholfen, sondern einfach nur gewartet; er war mittlerweile daran gewöhnt, dass das Eichhörnchen den Weg alleine zu ihm fand.
Das Eichhörnchen war dann meist enttäuscht beim Anblick des Maulwurfs, wie er da so in seinem Schaukelstuhl hockte und eine Pfeife schmauchte. Es hatte ja immer noch die Vorstellungen von frischer Luft und grünen Blättern im Kopf.
Das Eichhörnchen beschwerte sich beim Maulwurf: das würde stinken und überhaupt, der Maulwurf müsse Fenster bauen und Pflanzen aufstellen.

Der Maulwurf war erschrocken und sagte, dass er das nicht machen könne, seine Gänge würden einbrechen, wenn er Löcher für Fenster machen würde.
Das Eichhörnchen nörgelte weiter, der Maulwurf solle doch dann wenigstens die Pfeife ausmachen, damit die Luft frischer wird.
Der Maulwurf sträubte sich auch da zunächst, aber er wollte nicht, dass das Eichhörnchen böse auf ihn ist und so machte er die Pfeife aus.
Aber eigentlich fand der Maulwurf das ungerecht, er sagte ja auch nie was, wenn das Eichhörnchen auf seinem Wohnbaum rauchte. Und im Übrigen, es war ja seine Wohnung und da konnte er machen was er wollte.

So etwas kam immer häufiger vor und auch, wenn der Maulwurf das Eichhörnchen doch mal besuchte, sagte das Eichhörnchen nicht mehr so schöne beruhigende Worte, sondern fauchte den Maulwurf an: er solle sich nicht so anstellen und nicht so träge auf den Ästen hocken.
So nach und nach wurde das immer schlimmer. Klage reihte sich an Klage, Vorwurf an Vorwurf.
Immer wenn sie zusammen waren, war es bei ihnen wie mit den zwei Stachelschweinen, die zueinander wollen, weil ihnen kalt ist.
Die gehen nämlich aufeinander zu und wenn sie sich gerade umarmen wollen, stechen sie sich gegenseitig mit ihren Stacheln und ziehen sich wutentbrannt und enttäuscht zurück. Aber sie versuchen es immer wieder auf diese Weise und lernen nie dazu, wie man es anders machen könnte.
So ging es auch mit Maulwurf und Eichhörnchen.
Sie konnten oder wollten einfach nicht sehen was falsch daran war – was sie falsch machten.
Sie warfen sich Schimpfworte an den Kopf und ihre Unterschiede akzeptierten sie schon lange nicht mehr.
Beide waren sehr unglücklich.
Einmal war der Streit so schlimm, dass Eichhörnchen wild vor Zorn und traurig zugleich aus der Höhle gestürmt war und Maulwurf wild vor Zorn und traurig zugleich zurückgeblieben war.
Maulwurf heulte sich die Augen aus.

Was Eichhörnchen machte, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Die Schnecke, die der Maulwurf los geschickt hatte, erwies sich ob ihrer Gemächlichkeit nicht als Kundschafter geeignet. Sie brachte nur in Erfahrung, dass sich das Eichhörnchen in einen anderen Wald zurückgezogen hatte.

Als es dem Maulwurf etwas besser ging, wandte er sich an jenen alten Kolkraben, an den er sich erinnerte, weil dieser ihm so freundlich zugewunken hatte, als er das erste Mal an einem Seil baumelnd Eichhörnchen besuchte. Der hatte glücklicherweise auch gerade Zeit für ihn.
Und was der sagte, erstaunte den Maulwurf ganz gehörig.

Der Rabe sagte:
“Man kann Liebe nicht herbei zwingen. Eigene Vorstellungen sind gut, aber man darf sie jemand anderen nicht aufzwingen. Streit ist gut, aber nur wenn’s einen Sinn ergibt. Sinnlose Streitereien gibt es viel zu häufig.”

Und weiter sagte der Rabe, und der Maulwurf hörte mit großen Augen zu:
“Fehler und Macken hat jeder, man akzeptiert es oder auch nicht, aber man sollte niemanden deswegen demütigen. Es entwürdigt nicht nur den Betroffenen, sondern auch den anderen, den Beschuldiger. Das vergessen die meisten, da sie sich voll im Recht sehen. Dabei gibt’s da gar kein Recht oder Unrecht. Man muss lernen, die Gefühle des anderen zu achten.”

Maulwurf guckte beim letzten Satz verschämt zu Boden, weiß er doch jetzt, dass er und Eichhörnchen in Wirklichkeit nur selten auf die Gefühle des anderen geachtet haben, geschweige denn diese respektiert zu haben.

“Und,” fügte der Rabe hinzu, “es ist gleichzeitig genauso wichtig die eigenen Gefühle zu erkennen und sie zu beachten. Wenn nicht, verliert man womöglich sich selbst. Auf jeden Fall bekommt man aber Kropfverstopfung, ääh, oder ähnliches.”

Der Maulwurf meinte dann zu dem Kolkraben, dass das aber ganz schön schwierig klänge.
Der Rabe antwortete daraufhin:
“Ja, das stimmt. Es ist immer schwer, sich in neue unbekannte Flugbahnen zu schwingen. Voraussetzungen und Erwartungen sind da sehr hinderlich. Da ist es wichtig, Hilfe zu haben. Ihr müsst euch gegenseitig helfen. Und vor allem: sprecht miteinander. Schweigen führt zu nichts.”
Der Maulwurf fragte ängstlich, wie sie das denn anstellen sollten und der Rabe empfahl:
“Trefft euch, so wie ihr es am Anfang getan habt, auf der schönen großen grünen Wiese, wo ihr euch beide einigermaßen wohl fühltet. Dort könnt ihr euch begegnen, dort ist Raum für euch beide und ihr könnt neu anfangen. Und von dort aus weiter fliegen, ääh, -gehen.”
“Krä-ächz, so, nun muss ich aber weiter, ich habe Hunger und will mir noch ein paar Leckereien fürs Abendessen besorgen.”
Der Maulwurf bedankte sich beim Raben und sagte noch kleinlaut so was wie “wenn’s doch nur so einfach wär`”, und der Rabe, der schon über dem Maulwurf in der Luft schwebte, rief herunter:
“Wer hat denn gesagt, dass es einfach wäre?!”

Der Maulwurf seufzte tief und tapste zurück zu seinem Bau.
Unterwegs weinte er noch ein wenig vor sich hin, weil ihn das doch alles recht bedrückte.
Er hatte das Eichhörnchen immer noch sehr lieb und vermisste es ganz furchtbar.
Über eine Woche hatte er nichts mehr vom Eichhörnchen gehört und das ist immerhin eine lange Zeit. Für einen Maulwurf jedenfalls.
Er wusste nicht genau, was er tun sollte, aber schließlich setzte er sich an seinen Schreibtisch und schrieb einen langen, langen Brief an das Eichhörnchen, wo soviel darin stand, dass man es hier unmöglich wiedergeben kann.
Gleich am nächsten Tag gab er ihn der Schwalbe mit – die Schnecke war ja noch aus der Puste – damit der Brief auch ja schnell ankommen sollte.

Jetzt wartet der Maulwurf auf eine Nachricht vom Eichhörnchen. Noch hat er keine.
Aber er ist guter Dinge. Nur manchmal packt ihn die Traurigkeit und dann weint er ein bisschen, bis er sich besser fühlt. Er schneuzt ganz doll in sein Taschentuch und kraxelt aus seiner Höhle, um sich den Himmel anzuschauen.

Er zählt vorüberziehende Vögel und hofft ganz fest darauf, dass er eine Antwort bekommt…

Wünschen wir ihm eine.

 

Bemerkung:

Das erste Fabulierte, dass ich fertiggestellt habe und das nicht unter die Rubrik “Lyrik” fällt. Vieles ist ja gedanklich oft schon vorhanden und müsste eigentlich “nur” aufgeschrieben werden…. aber wie das manchmal so ist… Mittlerweile gibt es aber doch ein paar weitere Anfänge, die sich eben noch ein wenig gedulden müssen, bis sie ihre Mitte und Schluß bekommen.

Kategorie: Geschichten

Gerappt

Gerappt

Darf ich es wagen

zu sagen

dass ich dich vermiss

dass der Riss

in meinem Herz

so getrennt von Dir

mir bereitet Schmerz

auszuhalten kaum

befangen in dem Traum

nah bei dir zu sein

ein Gefühl wie daheim….

 

Bemerkung:

Ist mir erst nach dem ersten Vorlesen aufgefallen, dass man den Text sogar mit Rap-Rhytmus lesen kann :) Darum der Titel “Gerappt”

Kategorie: Gedichte